Rhein-Main-Hallen sagen „Universe of Events“ ab

Zum Wohl der Branche „bewusst zurückgezogen“:
Doch Wiesbaden soll Treffpunkt der Event-Branche bleiben

WIESBADEN. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch auch mit Rücksicht auf die Event-Branche haben wir uns entschlossen, die ´Universe of Events´ abzusagen“, erläutert Holger Syhre, Geschäftsführer der Rhein-Main-Hallen GmbH, das Ende der Vorbereitungen für die im Januar 2010 geplante Event-Messe in Wiesbaden. Sie sollte die Nachfolge der „World of Events“ antreten, jener Leitmesse der Event-Branche, die bis Anfang dieses Jahres von der CC Corporate Communications GmbH und den Rhein-Main-Hallen ausgerichtet worden war. Nach dem Scheitern der Zusammenarbeit, das auf seinerzeit nicht geklärte Markenurheberrechte zurückzuführen war, hatte sich die Rhein-Main-Hallen GmbH mit ihrem neuen Kooperationspartner, der Messe Frankfurt Ausstellungen GMBH (MFA), zur Initiierung der „Universe of Events“ entschlossen. „Würden wir die Messe wie geplant realisieren, kämen auf die Aussteller in letzter Konsequenz doppelte Kosten zu“, sagte Syhre mit Blick auf die zeitgleich in Dortmund von CC Corporate Communications GmbH veranstaltete „Best of Events“. Die Dienstleister aus den Bereichen des Event-Service und Event-Management, IT, Design, Catering und Locations „wären zur Präsenz an beiden Standorten quasi gezwungen“, so Syhre. Und dies sei im Hinblick auf die derzeitige Wirtschaftslage, die der Event-Branche in Teilen ohnehin arg zu schaffen mache, nicht zu vertreten. „Zum Wohl der Branche haben wir uns bewusst zurückgezogen“, sagte Syhre, der gleichzeitig die Schwierigkeiten bei der Etablierung einer neuen Marke mit neuer Namensgebung in wirtschaftlich problematischen Zeiten nicht unerwähnt ließ.

Aus seinem Bedauern, dass die Durchführung der „World of Events“, die im Januar 2009 rund 8500 Besucher und mehr als 400 Aussteller in die Rhein-Main-Hallen lockte, anschließend „durch unlautere Mittel beendet wurde“, macht Holger Syhre keinen Hehl. Und auch wenn die nun notwendige Absage an den Nachfolger, die „Universe of Events“, schmerze, „fühlen wir uns doch als ein Sieger“, sagte der Geschäftsführer. Dies nicht zuletzt deshalb, weil das Frankfurter Landgericht in seinem Urteil vom 16. September 2009 feststellt, dass die Markenrechte der „World of Events“ der Rhein-Main-Hallen GmbH gehören. Die Absage der Event-Branche für das Jahr 2010 sei keine Absage für alle Zeit, zeigte sich Syhre zuversichtlich – und sieht sich dabei etwa vom „Ball der Sports“, der bekanntlich ebenfalls kurzzeitig abgewandert und dann in die Rhein-Main-Hallen Wiesbaden zurückgekehrt war, bestärkt. Syhre schließt ferner keineswegs aus, dass der nun zugunsten der Rhein-Main-Hallen GmbH entschiedene Rechtsstreit um die Rechte an der Marke „World of Events“ ein Nachspiel haben könnte.

Die Zuversicht, dass Hessens Landeshauptstadt auch in den kommenden Jahren wieder zu „dem“ Treffpunkt für die gesamte Event-Industrie wird, drückt sich auch in der derzeit von der Rhein-Main-Hallen GmbH gemeinsam mit den Architekten Albert Speer & Partner entwickelten „Vision 2015“ aus, in der die Zukunft des Messe- und Kongresszentrums formuliert wird. Dabei immer im Blick: Die „World of Events“. Vertrauen auf den Fortbestand des guten Rufes der Stadt Wiesbaden als Treffpunkt der Event-Branche schöpft der Rhein-Main-Hallen-Geschäftsführer auch aus dem stets erfolgreichen „Netzwerken“ mit der Kurhaus Wiesbaden GmbH. Im Kurhaus fand alljährlich die „World of Events-Night“ statt, und der ideale Rahmen, um bei gutem Essen und einem anspruchsvollen Unterhaltungsprogramm Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, erfreute sich bei Ausstellern und Besuchern der Event-Messe größter Beliebtheit. „Es wird ein Get-together der Event-Branche und damit auch ein Wiedersehen im Kurhaus Wiesbaden geben“, so Syhre abschließend.

 

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Herrn Holger Syhre
Geschäftsführer
Rhein-Main-Hallen GmbH
Rheinstraße 20
65185 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 144 144
E-Mail: holger.syhre@rhein-main-hallen.de
www.rhein-main-hallen.de

 

 

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